Rückblick KROPF Solutions - Frühjahrsworkshop & zenon Kolleg 2026
gut informiert in den Frühling mit KROPF SOLUTions
Retrofit und KI waren zwei der Themen, die den diesjährigen Frühjahrsworkshop von KROPF Solutions bestimmten. Wie immer waren Gäste aus nah und fern zu der Informations- und Networking-Veranstaltung der Oberkotzauer Denkfabrik gekommen, darunter viele alte „Workshop-Hasen“ erster Stunde, aber – wie jedes Jahr – auch der ein oder andere Workshop-Neuling.
Die Geschäftsführer Werner Kropf und André Fruh blickten zunächst gemeinsam mit Moderatorin Jasmine la Noutelle auf das 30. Firmenjubiläum im vergangenen Jahr zurück. „Wir haben es krachen lassen“, berichtete Werner Kropf. Und auch dieses Jahr gebe es einiges zu feiern, nämlich das 25. Dienstjubiläum von André Fruh sowie das 20-jährige Bestehen des Standorts Tschechien.
Dass KROPF Solutions sich trotz widriger Umstände und entgegen der allgemeinen Marktentwicklung einmal mehr über ein erfolgreiches Geschäftsjahr freuen durfte, liegt nach Überzeugung des Geschäftsführers daran, dass man beständig neue Marktfelder etabliere, stets fest die Bedürfnisse der Kunden im Blick habe, „und nicht zuletzt daran, dass dabei der Spaß nie zu kurz kommt“.
75 Prozent der Geschäftstätigkeit wickle man im Automobil-Bereich ab und habe langfristige Rahmenverträge mit den großen deutschen Autoherstellern, unter anderem auch im zukunftsweisenden Bereich der Batteriezellenfertigung. Derzeit bemüht sich KROPF Solutions, im Bereich Pharma Fuß zu fassen. Erste Projekte laufen an, „und da ist noch Luft nach oben“.
Eines der Workshop-Highlights ist traditionell die Vorstellung der neuen zenon-Software der Salzburger Softwareschmiede Ing. Punzenberger COPA-DATA GmbH, mit der KROPF Solutions seit 30 Jahren eng zusammenarbeitet. In diesem Fall handelte es sich, wie Markus Helbok vom Headquarter Salzburg verriet, sogar um die weltweit erste Präsentation der brandneuen und noch nicht releasten Version zenon 16.
Man habe die Performance massiv optimiert, so dass manche Prozesse bis zu 80 Prozent schneller laufen, habe das User-Management verbessert und die Linux-Kompatibilität weiter ausgebaut. Neben der Optimierung von Sicherheit und Konnektivität sowie Analytics und Reporting liegt ein Fokus der Neuerungen auf dem Zukunftsthema Web Visualization Service. Klemens Neureiter, ebenfalls aus dem Headquarter Salzburg angereist, stellte einige der neuen Features im Rahmen von Live-Demos vor.
Was zenon in Sachen Gebäudemanagement leisten kann, veranschaulichte Martin Feustel, Technical Account Manager bei COPA-DATA Ottobrunn, in seinem Vortrag „openBMS – Die offene und modulare Gebäudemanagement-Plattform“. Gemäß dem Firmencredo „There is always an easier way!“ liefert die hardware-unabhängige Software neuerdings auch eine Library mit vorgefertigten Objekten mit. Der Vorteil: „Kosten sparen und schneller zum Ergebnis kommen!“
Gab es bisher im Bereich der Gebäudetechnik viele einzelne Insellösungen, entwickle sich nun ein Trend hin zu offenen Systemen. Denn es gelte ständig neue Regulatorien – von der Gebäudeenergie-Richtlinie bis hin zu Cybersecurity-Richtlinien – umzusetzen sowie sich im Bereich Energie- und Lastmanagement vorausschauend aufzustellen.
Fertige Funktionsbausteine der Library, beispielsweise rund um die Themen Heizen / Kühlen, Lüftung, Sensoren oder Raumregulierung, sorgen dafür, dass die Nutzer nicht mehr alle Elemente selbst erstellen müssen, und Räume deutlich schneller und detaillierter als bisher in der Software darstellen können. Das System sei, unter anderem wegen der großen Treiber-Auswahl, sowohl für Greenfield-Projekte als auch für die Aktualisierung bestehender gewachsener Systeme, bei denen die Hardware weiterverwendet werden soll, bestens geeignet.
Um Retrofit-Ideen für Bestandsanlagen ging es auch im Vortrag von Markus Arnold, Technical Director bei COPA-DATA Ottobrunn. Arnold skizzierte die Herausforderungen des Industriestandorts Deutschland: wirtschaftliche Stagnation, technologischer Wandel, Investitionszurückhaltung, Energiepreise, Bürokratie, demografischer Wandel… „Wir werden immer abhängiger von globalen Märkten. Und zenon steht für Unabhängigkeit.“ Gemeinsam mit innovativen und kundenorientierten Partnern wie KROPF Solutions könne man auch alte Anlagen auf einen modernen Stand der Technik und Digitalisierung bringen sowie alte und neue Technologien effektiv vernetzen.
Die Herausforderungen einer solchen Migration liegen in gewachsenen Projekten mit vielen Eigenentwicklungen und wenig Standards sowie dem Fehlen eines klaren Bedienkonzepts. Nach Markus Arnolds Überzeugung ist mit dem richtigen Fahrplan eine Migration, meist sogar schrittweise bei laufender Produktion, dennoch möglich – und wichtig, um den ständig steigenden Anforderungen weiterhin gerecht zu werden.
Dr. Andreas de Jonge sprach über das Thema „The Machine’s Heartbeat – Inline Edge AI für industrielle Anwendungen“. Der Doktor der Physik und Gründer und CEO des Technologieunternehmens de Jonge GmbH mit Sitz in Nürnberg ist überzeugt: „Jede Maschine hat ihren eigenen Herzschlag.“ Deshalb seien 08/15 KI-Modelle keine Lösung für den Großteil der mittelständischen Unternehmen. „Die KI-Modelle müssen genauso spezifisch sein wie unsere Kunden.“ Mit dem Edge Brain hat de Jonge eine neue Geräteklasse entwickelt, die die KI so nahe wie technisch möglich an die Sensoren bringt – mit dem Ziel, Abweichungen zu erkennen, bevor sie zu Ausfällen werden, neue Technik ohne Umprogrammierung oder Ausfallzeiten in bestehende Umgebungen einzubinden sowie Echtzeitverarbeitung und Datensouveränität direkt an der Maschine mit zentraler Auswertung und standortübergreifender Integration zu kombinieren. „Edge und Cloud sollten sich ergänzen, statt zu konkurrieren.“
Angesichts der rasanten Entwicklung von KI sei es entscheidend, KI-Modelle im Shopfloor austauschen zu können, ohne dass Maschinen stillstehen, und neue Features zeitnah einsetzen zu können. „Das Motto lautet: Lokale Autonomie trotz globaler Vernetzung.“
So betonte auch Werner Kropf in seinem Schlusswort: „Die Welt entwickelt sich rasant weiter, und auch wir setzen beständig auf neuen Technologien auf.“ Das Motto von KROPF Solutions – Denken in Systemen – habe nichts an Aktualität verloren. Und damals wie heute sei das entscheidende Kriterium die konsequente Orientierung an den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden: „Gute Lösungen entstehen im Dialog.“
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Einen herzlichen Gruß aus Oberfranken.
Ihr Team von KROPF Solutions
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